Doppelqualifikation (DQ)Am Marie-Curie-Gymnasium in Neuss besteht die Möglichkeit, in der Oberstufe entweder den üblichen Bildungsgang zu wählen, der zur Allgemeinen Hochschulreife führt, oder einen doppelqualifizierenden Bildungsgang, der das Abitur vermittelt und gleichzeitig auf den Beruf des (der) Chemisch-Technischen-Assistenten (Assistentin) vorbereitet. Dieses spezielle Bildungsangebot des Marie-Curie-Gymnasiums entspricht der von der Kultusministerkonferenz eröffneten Möglichkeit, den Bildungswert praktischen Tuns in das Bildungsgut des Gymnasiums zu integrieren. Das Neusser Modell ist vom Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen genehmigt.
AnforderungenDie Schülerinnen und Schüler belegen die für die gymnasiale Oberstufe vorgeschriebenen Grund- und Leistungskurse. Im Rahmen des gymnasialen Bildungsganges sind bei Teilnahme an der Doppelqualifikation folgende Schwerpunkte zu setzen:
- In der Jahrgangsstufe 10 wird das Fach Chemie als Grundkurs belegt.Ab der Jahrgangsstufe 11 wird das Fach Chemie als erster Leistungskurs gewählt.
- Das Fach Englisch wird mindestens bis zum Ende der Jahrgangsstufe 11 als Grund- oder Leistungskurs fortgeführt.
Für die praktische Laborarbeit sind im Durchschnitt vier Wochenstunden zusätzlich an einem Nachmittag erforderlich. Im Laufe der Ausbildung finden zwei einwöchige Praktika in der chemischen Industrie statt.
Voraussetzungen- Ein Schulabschluss, der zum Besuch der gymnasialen Oberstufe berechtigt;
- also das Versetzungszeugnis in die 10. Jahrgangsstufe des Gymnasiumsoder ein Zeugnis der Gesamtschule (9. Klasse), auf dem die Fachoberschulreife und die Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe ausgewiesen sind,
- oder der Abschluss der Hauptschule oder der Realschule, jeweils mit Qualifikationsvermerk.
Besondere Neigungen und Fähigkeiten im Bereich der Chemie. - Die Bereitschaft, über die Zahl der für Gymnasiasten vorgeschriebenen Unterrichtsstunden hinaus zusätzliche Praktika in den Laborräumen des Marie-Curie-Gymnasiums zu absolvieren.
Vorteile
- Die praktische Arbeit leistet in einer wichtigen Lebensphase inhaltliche Entscheidungshilfen zur Berufsfindung.Der Zugang zu allen mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Studiengängen wird erleichtert, insbesondere bringt die gewonnene Laborerfahrung Vorteile für alle naturwissenschaftlichen Hochschulpraktika.Die Chance, ein naturwissenschaftliches Studium in der Regelstudienzeit mit überdurchschnittlichen Leistungen abzuschließen, wird verbessert.Zusätzlich zum Erwerb der Allgemeinen Hochschulreife am Ende der Jahrgangsstufe 12 sind die Absolventen berechtigt, in die Abschlussklasse der Höheren Berufsfachschule für Technik für Schüler mit Hochschulzugangsberechtigung einzutreten, in der sie bereits nach einem Jahr die Prüfung für Technische Assistenten, Fachrichtung Chemie, ablegen können.
- Sie können aber auch an der Universität jede Fachrichtung studieren.
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Bericht von Frauke Nelißen, JgSt 12(1997) für Die junge NGZ
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