
Heinrich-Böll-Schule
Letztes Update: 17.09.2007
Geschichte 10. Schuljahr
1. Thema: Der Erste Weltkrieg
a) Deutsches Reich
- Großbritannien war vor dem I. Weltkrieg die Weltmacht Nr. 1
und hatte die meisten Kolonien.
- Auch Frankreich hatte viele Kolonien.
- Da das Deutsche Reich erst 1872 als Staat entstand (Kaiser
Wilhelm I und Reichskanzler Bismarck), hatte es einen großen
„Nachholbedarf“ in Sachen Kolonien und militärischer
Ausrüstung.
- Durch Verhandlungen bekam Deutschland noch einige Kolonien in
Afrika und Ostasien, war damit aber nicht zufrieden. Schließlich
beanspruchte der Kaiser Wilhelm II, Weltmacht Nr. 1 zu sein.
- Deutschland betrachtete Großbritannien als
größten Konkurrenten und wollte es auf ein Kräftemessen
ankommen lassen. Deutschland rüstete seine Marine auf.
b)
Österreich-Ungarn
- Österreich-Ungarn (Ö-U) war ein riesiger
Vielvölkerstaat (u.a. Österreich, Tschechei, Slowakei,
Ungarn, Slowenien) und wollte sich noch weiter nach Süden auf den
Balkan ausbreiten.
- Als Ö-U Bosnien Herzegowina einkassieren wollte,
stießen sie auf den Widerstand Serbiens, das ebenfalls eine
Großmacht auf dem Balkan werden wollte.
- Das musste zu einem Konflikt führen. Im Juli 1914 erschossen
serbische Terroristen den österreichischen Thronfolger in Sarajewo
(Bosnien-Herzegowina). Die Österreicher stellten ein Ultimatum
(erpresserische Forderung) an Serbien, das Serbien nicht erfüllte.
So erklärten die Österreicher den Serben den Krieg.
c) Krieg
- Serbien konnte sich auf seinen Bündnispartner Russland
vertrauen, das über Serbien einen Zugang zum Mittelmeer bekommen
wollte.
- Ö-U fragte in Berlin nach, ob Deutschland Unterstützung
gewährt. Da Deutschland in Europa ansonsten keinen
Bündnispartner mehr hatte, stimmt es zu.
- Deutschland führte so Krieg gegen Russland, das
verbündet war mit Großbritannien und Frankreich. So hatte
das Deutsche Reich auch diese Länder zum Feind. Als die Deutschen
auch noch amerikanische Versorgungsschiffe für
Großbritannien angriffen, stiegen auch die USA in den Krieg ein.
So war für Deutschland der Krieg verloren.
d) Gesamtbeurteilung
- Der I. Weltkrieg war der erste „moderne“ Krieg. Er wurde unter
Einsatz der ganzen Industrie, die erst im Jahrhundert zuvor entstanden
ist, geführt. So waren nicht nur die Soldaten von den
kriegerischen Ereignissen betroffen, sondern auch die
Zivilbevölkerung. Der Krieg endete im November 1918.
- Über acht Millionen Todesopfer forderte der Krieg und
kostete umgerechnet ca. 1 Billionen Goldmark.