Heinrich-Böll-SchuleVererbung ist die Übertragung von Merkmalen von der vorhergehenden Generation auf die folgende Generation.
Die Lebewesen geben von Generation zu Generation Merkmale auf ihre Nachkommen
weiter. Jahrhunderte lang bemühten sich Naturforscher, Ärzte und Philosophen
hinter das Geheimnis des Erbgeschehens zu kommen. Erst 1865 veröffentlichte
Mendel eine Arbeit: "Versuche über Pflanzenhybriden." Er hatte
im Garten seines Klosters im großen Umfang Erbsenrassen gekreuzt, die
sich jeweils nur in einem oder zwei Merkmalen voneinander unterschieden (z.B.
Blütenfarbe, Wuchsform, Farbe und Gestalt der Samen). Die Verteilung dieser
Merkmale auf die Nachkommen wertete er statistisch aus und fand so die grundlegenden
Gesetze der Vererbung.
Erst 16 Jahre nach seinem Tod wurden die Vererbungsgesetze gleichzeitig und
unabhängig voneinander durch drei Botaniker von Neuem entdeckt,
dem Deutschen Carl Erich Correns (1864-1933) (http://home.datacomm.ch/biografien/biografien/correns.htm),
dem Österreicher Erich von Tschermak-Seysenegg (1871-1962) (http://home.datacomm.ch/biografien/biografien/tschermak.htm)
und dem Holländer Hugo de Vries (1848-1935) (http://home.datacomm.ch/biografien/biografien/vries.htm).
Seither hat sich die Lehre von der Vererbung, die Genetik, stürmisch entwickelt.